Plötzlich Ruhestand! Was nun...

...schon zum alten Eisen zu gehören und sich einfach zurückzulehnen, ist keine Option.

Es ist noch nicht lange her. Es war der 1. April 2019, das berufliche Ende bei der KION AG, ein weltweiter Gabelstaplerhersteller. Und ich konnte nach fast 48 Jahren Berufstätigkeit meinem Rentnerdasein gelassen entgegen sehen.

Aber schon mahnte mich ein Sprichwort: "Wer rastet der rostet".

Wie gewohnt absolvierte ich weiter meine tägliche Wohlfühlgymnastik:
Denn Dehnen, Strecken, Mobilität, Stärkung der Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur, mit einem Hauch von Yoga hilft der Beweglichkeit auf vielerlei Art.
Eine Anpassung musste ich in der Wohlfühlgymnastik ab Ende 2020 vornehmen, mit Stärkung des Beckenbodens und weiteren speziellen Übungen. Dadurch verlängerte sich die Gymnastik von 45 Minuten auf fast 60 Minuten. Gerade diese Regelmäßigkeit macht mir immer wieder Mut.

Auch wie gewohnt trete ich die 60-minütige Jonglier-Session an. Ich nenne sie gerne "Fünfkampf plus x", da gebe ich alles... und volles Tempo ist dabei angesagt. Zwei Mal in der Woche zu trainieren ist ein MUSS und verpflichtet.

Diese Session beinhaltet:
Dreiballjonglage, Vierballjonglage, Poi, das Spinning-Requisit, Diabolo, (innen: Tücherjonglage; außen: Zigarrenkisten) und die Balance als Zugabe. Ein guter Mix, bei der Geschicklichkeit, Beweglichkeit, Synchronisierung beider Gehirnhälften, Konzentration und es verblüffen mich immer wieder meine Reflexe. Ein weiterer Baustein in meinem Programm ist ein Altes. Der Hula-Hoop-Reifen, der mir seit Juni 2022 Freude bereitet und sich als ein vielversprechendes Sportgerät auszeichnet. Ich bin erst am Anfang, habe aber schon blutgeleckt.
Das heißt nun: "Sechskampf plus x".

Auch bei meinen Mountain-Bike-Touren, die meisten durch den Spessart, tanke ich Energie und tue etwas für die Ausdauer. Ich sage auch manchmal: "Ich gehe Waldbaden". Da bin ich weit weg von Hektik und Trubel. Im Auf und Ab meiner Touren liebe ich die Intervalle. Da der Spessart mit dem höchsten Berg, den Geiersberg nur 586 m ü. NHN hat, sind die Anstiege eher moderat.

Mein Wohnort liegt auf 280 m ü. NHN; der Main bei Aschaffenburg auf 125 m ü. NHN, der Pfaffenberg (Sender Pfaffenberg ist eine Sendeanlage des Bayerischen Rundfunks für UKW und digitales Fernsehen (DVB-T) und zugleich auch mein Hausberg auf 432 m ü. NHN, der Engländer bei Sailauf auf 500 m ü. NHN, Geishöhe bei Krausenbach 520 m ü. NHN.
Die meisten Touren liegen zwischen 30 und 50 Kilometer. Bei meiner Hausstrecke lege ich 31 Kilometer zurück und steige 550 Höhenmeter in zirka 2:15 Stunden.

Die Kraft reicht noch, um ohne AKKU diese Touren zu fahren. "Auf meine Muskeln ist noch immer Verlass".

Eine Freude macht mir meine Frau zu meinem 66. Geburtstag, verbunden mit einem Ausflug ins Fahrradmuseumnach nach Bad Brückenau. Da kommt auch das T-Shirt mit der Aufschrift her:

WARUM ICH OHNE AKKU FAHRE, WEIL ICH ES KANN

Ich wünsche mir, dass ich noch viele Stunden den Wald genießen kann.

Im Winter dient mir mein altes blaues Stevens-Mountainbike für einige Trainingseinheiten auf einem Tacx-cycle-Heimtrainer.
Kleinere Wanderungen in der Umgebung machen die Wintermonate erträglicher. Leckerlies sind da die vielen Kulturwanderwege im Spessart,"Europäische Kulturlandschaft Spessart", auch in meiner Nachbarschaft.

Kulturwanderwege im Spessart

Mit den drei Säulen "Geschicklichkeit-Ausdauer-Beweglichkeit" kann ich mir die eine oder andere Krankheit fernhalten und zu mindest eine Verletzung vorbeugen.

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