Luigi, der Gaukler



 

Der Gaukler geht auf Reisen

Eine neue Herausforderung hat mich gepackt...

Seit 2002 zieht es mich in die Ferne. Bepackt wie ein Esel, mit all meinen Jonglierrequisiten und so schnell wie die Kraft, die ich aufbringen kann, radle ich kreuz und quer durch Süddeutschland. Eine neue Herausforderung hat mich gepackt... die Herausforderung, auf der Gass' aufzutreten... der Jonglier-Express wird geboren

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1. Jonglier-Express Kleinkunst 2002

(Reiseroute: Haibach über Tauberbischofsheim auf der Romantischen Straße nach Füssen. Entlang der Alpen nach Immenstadt und die Iller flussabwärts nach Ulm. Dann den Flüssen nach über Heidenheim (Brenz) und Aalen (Kocher) und Schwäbisch Hall (Kocher) nach Möckmühl (Jagst). Vom Bahnhof Möckmühl mit der Eisenbahn nach Aschaffenburg.)

Nach meiner ersten Reise war ich wie beseelt, meine Eindrücke aufzuschreiben. In dieser Reiseerzählung ging alles um die “Romantik“ - weit zurück in die Vergangenheit. Viele Gedanken beflügelten mich und in meiner Reiseerzählung fügte ich noch einige zeitkritische Geschichten zum Schmunzeln hinzu.

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2. Jonglier-Express Kleinkunst 2003

(Reiseroute: Haibach nach Aschaffenburg, dann den Main entlang nach Miltenberg. Über den Odenwald an den Neckar (Eberbach). Flussaufwärts bis zur Neckar-Quelle und dann zur Donau-Quelle (Donaueschingen). Ein Stück der Donau entlang bis Immendingen und dann über die Schwäbische Alb an den Bodensee (Meersburg) nach Meersburg. Übern Bodensee nach Konstanz und dann den Rhein flussabwärts bis nach Worms. Von Worms über den Odenwald nach Aschaffenburg.)

Bei meiner zweiten Reise ging es um das lebensnotwendige Wasser. Auch am Ende dieser Reise entstanden aus dem Erlebten Geschichten um das “Wasser“ und kleine amüsante Geschichten über sich selbst, eine erneute Reiseerzählung. Luigi, der Gaukler wurde geboren. Zu diesem Zeitpunkt stand für mich fest, dass die Reiseerzählung der 2. Jongliertournee publiziert werden müsste. Nicht nur ich war dieser Meinung, auch meine Lebensgefährtin Moni stand hinter mir und gab dem Script das besondere Etwas. Das Buch soll unter dem Titel "Luigi, der Gaukler, die 2. Jongliertournee im Jahrhundertsommer 2003" erscheinen, sofern es veröffentlicht werden sollte... des Gaukler's Erzählungen!

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Reisebilder von 2003

Moni mit Jonglier-Express ...

und Luigi der Gaukler noch unbekümmert.

Über Tübingen ... Mahlzeit!

Des Neckar's Ursprung und ...

... Mutter Baar zeigt der Donau den Weg.

Wir sehen uns bald in Konstanz und ...

... bald stehe ich vor einem grandiosen Naturschauspiel.

Bei meinem Auftritt hatte ich einen himmlischen Blick auf das Straßburger Münster.

Vor dem Europapark in Rust musste ich verschnaufen ... Sonne pur.

Luigi, was machst du für ein Gesicht ... wieder 40 Grad und Speyer in Sicht.

Glücksbringer bei eisigem Jahrhundertsommer ...

... und Siegfried, den Nibelungen, lässt die Hitze kalt.

Der Rhein bei Worms und Luigi, der Gaukler ist vor Sehnsucht fast verrückt geworden.

Das Bike steht bald staubig im Fahrradkeller und Luigi ist bei Moni

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3. Jonglier-Express Kleinkunst 2004

(Reiseroute: Haibach über Würzburg, Ochsenfurt nach Burgbernheim. Von der Altmühl-Quelle über Eichstätt bis zur Mündung in die Donau (Kehlheim). Der Donau entlang über Regensburg nach Passau. Dem Inn folgend über Wasserburg bis unterhalb Rosenheim. Auf dem Königsee-Bodensee-Radweg bis nach Bad Tölz und die Isar flussabwärts über München bis Freising.)

Auch auf meiner dritten Reise im Jahr 2004 habe ich viel erlebt und in einem Motto: "Schneller, Höher, Weiter" möchte ich, vielleicht etwas kritisch, diese drei Worte betrachten. Den Anfang habe ich schon gemacht ...

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Reisebilder von 2004

Der Jonglier-Express Kleinkunst 2004 am Start

Abschied von Moni und ein letztes Lächeln ...

... und der Weg ist das Ziel.

Und ein Fototermin erwartete den Gaukler in Würzburg (ein unvergessener Auftritt in der Altstadt).

Auf einer saftigen Wiese auf der Frankenhöhe entspringt die Altmühl.

Mit großen Schritten hinauf und hinein in die Befreiungshalle.

Nur Engel können fliegen ...

... und können sie auch schwimmen? Ein Schiff brachte den Gaukler durch den Donaudurchbruch und ...

... auf dem Fuß folgte die steinerne Brücke in Regensburg.

Und nach dem tollen Auftritt in Regensburg sagte der Gaukler Ade.

Wie klein ist der Gaukler im Vergleich zum Inventar der Wallhalla. "Deutschlands berühmtesten Köppe", meinte der Gaukler.

Ein berauschender Auftritt in Straubing war ein Kracher für den Gaukler ...

... und so präsentierte er sich nach der Session den Fotografen.

Im August 2002 in Passau, wäre ein Auftritt des Gauklers ins Wasser gefallen.

In Wasserburg am Inn fing es an zu regnen. Keine guten Aussichten für den Gaukler,

... nur der Alpenblick konnte ihn versöhnlich stimmen.

Gut, dass der Gaukler sein 1X1 ;O) beherrschte und den richtigen Weg einschlug (auf der Suche nach dem Königsee/Bodensee-Radweg) und ...

... nach Schinderei und Augenschmaus, endlich Bad Tölz.

Ein letzter Blick auf das Alpenpanorama ...

... und so bin ich nicht die Isar flussabwärts gefahren, wäre auch nach der Stimmung zu urteilen nicht möglich gewesen.

Idyllisches erlebte der Gaukler an den Isar-Auen,

... aber überrascht über die Möglichkeiten, fast im Zentrum von München, war er schon.

In Freising war Endstation und ...

... am nächsten Tag, der 12. Tag auf Tournee, brachte ihn die Eisenbahn zu seiner Moni zurück.

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4. Jonglier-Express Kleinkunst 2005

(Reiseroute: Haibach über Würzburg, Schweinfurt, Bamberg, Hof, Jena, Halle, Dessau, Meißen, Dresden)

Die Route

Dieses Mal habe ich mir - alias Luigi, der Gaukler - etwas Besonderes einfallen lassen. Mit Dresden, der sächsischen Landeshauptstadt als Ziel und der Fahrt durch drei neue Bundesländer, wollte der Gaukler seine letzten Tourneen noch überflügeln. Kann ihm dies gelingen?
Wollen wir es abwarten!

Mein Vorhaben:
Die Reise beginnt in Aschaffenburg am Main und ich begleite den Fluss bis zur Quelle im Fichtelgebirge. In unmittelbarer Nachbarschaft entspringt die Thüringische Saale und findet ihren Weg nach ca. 430 Kilometern an der Flussmündung zur Elbe. Ich denke, dann fahre ich noch zwei Tag die Elbe flussaufwärts bis nach Dresden. Einige kleine und große Städte liegen am Weg. Vielleicht sehen wir uns ja in Würzburg, Schweinfurt, Bamberg, Hof, Jena, Halle, Dessau, Meißen, Dresden, um nur die größeren Städte zu nennen.

Ich komme zu Ihnen, wenn mir nicht der Himmel auf den Kopf fällt!

Eine große Freude wird es für mich sein, wenn mich meine Lebensgefährtin Moni am ersten Tag begleitet und nach vielen Tagen der Sehnsüchte in Dresden erwartet.
Anschließend wollen wir gemeinsam Dresden sehen und erleben.

Den eigentlichen Aufhänger dieser Reise, das Ziel des Gauklers, werde ich bis zum glücklichen Ende der Tournee für mich behalten. Bald darauf werde ich das Geheimnis lüften und es in einer kleinen Geschichte niederschreiben.

Das Ziel des Gaukler's oder Das Motto 2005

Für die Vorbereitungen des Jonglier-Expresses Kleinkunst 2005, mittlerweile schon die 4. Tournee der Jonglier- und Balanceauftritte, war es eigentlich noch verfrüht. Es konnte ja noch so viel passieren! Aber eines beschäftigte den Gaukler doch. Klar, machte er sich schon seine Gedanken, um das Wichtigste, den Aufhänger seiner Reise. Ein Motto war sicherlich schnell gefunden, aber konnte er sich mit diesem Motto auch identifizieren?

Für meine vierte Reise hatte ich das Motto "Kinder" in meinem Kopf. Es waren gerade die Kinder, die bei meinen Clownereien auf Kindergartenfesten, Geburtstagsfeiern oder auf der Gass' ihren Spaß hatten, lachten und große Augen machten. Wenn "Luigi" in ihre glücklichen Gesichter sah, wurde es ihm warm ums Herz.

Am 26. Dezember 2004 schockierte eine schreckliche Naturkatastrophe im Indischen Ozean die Menschen. Ein Tsunami. Was kurz vorher für Einheimische und Urlauber noch eine heile Welt war, zerstörte diese gewaltige Flutwelle in wenigen Sekunden. Glück hatte nur der, der weit genug vom Strand entfernt war. Viele Kinder wurden schonungslos von der „Welle“ mitgerissen und …. Kinder, die mit dem Leben davongekommen waren, suchten in dem unbeschreiblichen Chaos ihre Angehörigen. Mit jedem Tag wurden die Zahlen über Vermisste und Tote übertroffen. Viele Kinder waren von nun an auf sich alleine gestellt - manche weit entfernt von Zuhause.

Diese erschütterten Szenen bohrten sich tief in das Herz des Gauklers. Doch was konnte er schon ausrichten mit seiner spontanen kleinen Spende? Aber wie heißt es so schön: „Jeder Tropfen höhlt den Stein!“ Von diesem Augenblick stand für mich fest, dass der 4. Jonglier-Express für „Kinder in Not“ reisen würde.

Dem Spendenaufruf, der um die Welt ging, wurde voller Anteilnahme gefolgt. Nie wurde für eine Naturkatastrophe wie diese so viel gespendet wie für den Tsunami im Indischen Ozean. So viel, dass sich sogar ein „Überschuss“ ergab, der allerdings nicht für andere „Nöte“ verwendet werden durfte, da viele der Spenden „zweckgebunden“ waren. Wie viele Wünsche auf dieser Welt blieben offen? Der Wunsch nach Geborgenheit, einem Zuhause, Essen und Trinken...

Dies brachte mich, Luigi den Gaukler, auf die Idee, mit den Groschen aus dem Jonglierteller „Kinderwünsche“ zu erfüllen. Ich werde die auf der Gass' gesammelten Münzen „aufrunden“ und an das Kinderhilfswerk Unicef, überweisen. Ohne Verwendungszweck. Unicef weiß, wo die Not der Kinder am größten ist.

Die Reise

Aufgeregt und voller Erwartung machte sich Luigi der Gaukler auf die Reise mit Dresden als Ziel. Auf der ganzen Fahrt - immerhin 15 Tage - konnte ihm launisches Wetter, Hitze und ein ganzer Tag Dauerregen die 4. Tournee der „Jonglier- und Balanceauftritte“ nicht vermasseln. Er lernte interessante Menschen kennen: Da war Klaus aus Hof, ein sozial engagierter Mensch, der zusammen mit anderen Gleichgesinnten die „Hofer Tafel“ ins Leben rief. Armut in Deutschland! Da war die Familie Schröder in Thüringen, die ein Kinder- und Jugend-Ferienlager leitete. Keine rosaroten Zeiten. Da waren die vielen Gespräche mit Landsleuten entlang der Saale und Elbe. Wo ist die Zukunft, wenn die jungen Leute in den Westen gehen und die Alten bleiben? Bei diesen Gesprächen hörte Luigi der Gaukler viel Traurigkeit heraus. Da waren aber auch die lustigen Gespräche mit den Passanten und Radreisenden, die den Gaukler fröhlich stimmten.

Und da war die Landschaft. Wunderschön! Ob es das Maintal war, das Fichtelgebirge, die Weißmainquelle, die Saalequelle, das Saaletal mit seinen Talsperren und die Elbe unterhalb von Magdeburg bis Dresden, alles hatte seinen eigentümlichen Reiz. Der Gaukler war begeistert!

Aber, was war der Hauptgrund dieser Reise? Natürlich der Fokus des Gauklers: Die Auftritte auf der Gass’. Insgesamt waren es sechs Auftritte auf der Gass’ und ein unvergesslicher Auftritt im Kinder- und Jugend-Ferienlager im Wisenta-Tal.

Der Epilog oder Das gemeinsame Ziel ist Dresden

Die Jonglier-Reise wurde eingerahmt von meiner Lebensgefährtin Moni, die mich am ersten Tag begleitete. An diesem Tag hatten wir eine grandiose Aufführung auf der Gass’ in Wertheim -trotz eines plötzlich einsetzenden Regengusses - erlebt. Und nach vielen Tagen der Trennung trafen wir uns am 23. Juli 2005 in Meißen wieder und beendeten am nächsten Tag mit den Bikes die Jonglier-Tournee von Luigi, dem Gaukler. Mit Dresden war das Ziel erreicht. Dresden, die Stadt, die bald ein großes Ereignis zu feiern hat. Aus einem Schuttberg aus Steinen, ein Mahnmal aus dem Zweiten Weltkrieg, wurde die Frauenkirche wieder aufgebaut. Nur noch kleine Arbeiten inner- und außerhalb der Frauenkirche sind notwenig, um die Einweihung noch in diesem Jahr, am 30. Oktober 2005, zu feiern.
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Reisebilder von 2005

Der Jonglier-Express am Start

Der 1. Auftritt in Wertheim

Schmerzlicher Abschied

Nicht mehr weit bis Bamberg

Nur Blödsinn im Kopf (Kleiderbügel auf der Nase)

Ein richtiger Auftritt im Ferienland an der Saale
... und die Klobürste darf nicht fehlen
... und Pepi, der Clown
... steht mit beiden Beinen fest auf der Erde
... und bringt die Zuschauer zum Schmunzeln

Ein fahrender Gaukler in der Burg "Burgk" an der Saale

Die Saalemündung. Nur noch Regen ... einen ganzen Tag lang
... doch Regen macht erfinderisch

Ein Blick aus dem Fenster ... in Dornburg

Ein Sonnenblumenfeld an der Elbe

Trabi go ... (liebevoll gepflegt)

Der Jonglier-Express am Ziel in Dresden

Endstation Meißen: Der Jonglier-Express am Ende seiner Reise

Einen Tag später erneut in Dresden ... das Erinnerungsfoto unter der Kuppel der Frauenkirche

... welch ein Motiv ... (Die herrliche Kulisse auf die Leinwand übertragen)

... aus der Luft

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Der Gaukler in der Presse

Zum 125jährigen Jubiläum des Arbeitgebers von Luigi, dem Gaukler, der Firma Linde AG, wurde folgendes Mitarbeiterportrait der in der Firmenzeitung „Linde today“ veröffentlicht:

Luigi, der Gaukler

Im „normalen“ Arbeitsleben bei Linde Material Handling in Aschaffenburg ist Ludwig Nebel in der Produktionssteuerung mit dem Planen, Steuern und Überwachen automatisierter Programmabläufe beschäftigt. Wie kommt ein Industriekaufmann zum Jonglieren? Vielleicht ist es der Kontrast zu seinem technischen Beruf. Vielleicht der Wunsch, die eigene Geschicklichkeit zu perfektionieren. Oder die Freude auf der Bühne zu stehen. „Jonglieren ist eine unendliche Geschichte“, sagt Ludwig Nebel. „Wer einmal damit anfängt, kann nicht mehr aufhören.“

Eine gesunde Portion Verrücktsein

Und Ludwig Nebel hat richtig angefangen: 1993 begann er mit dem Jonglieren und Balancieren und seit 1999 arbeitet der Balancekünstler intensiv an seiner Geschicklichkeit. Nachdem er seine Fähigkeiten über die Jahre ausgebaut hat, gibt er seit 2001 Jonglierkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an der Volkshochschule in Aschaffenburg. Zu dieser Zeit begann Ludwig Nebel auch in einem Park, dem Landschaftsgarten Schönbusch, in der Nähe von Aschaffenburg zu joggen und dabei mit Bällen zu jonglieren. „Meine Bestleistung waren neun Kilometer mit nur zwei Unterbrechungen  und das alles in etwas mehr als 50 Minuten.“, sagt Ludwig Nebel. Eine gesunde Portion Verrücktsein gehört sicherlich auch dazu, auf diese Art Werbung für sich zu machen, aber es funktionierte: Seitdem steht er des Öfteren auf der Bühne und aus Ludwig Nebel wurde Luigi der Gaukler.

Jonglieren als Brücke zu den Menschen

Bald suchte er nach einer neuen Herausforderung und da auch das Verrückteste gar nicht verrückt genug sein kann, unternahm Ludwig Nebel am 15. Juli 2002 seine erste Fahrradtour mitsamt Jonglierrequisiten. Er kombinierte dabei seine beiden Leidenschaften: das Rad fahren mit dem Mountainbike  und das Jonglieren vor Publikum. „Meine erste Tour startete ich mit gemischten Gefühlen“, erinnerte sich der Jongleur. „Würde ich mich trauen, „auf der Gass“ aufzutreten? Würden meine Künste beim Publikum ankommen?“ Alle Ängste waren umsonst: Die Auftritte klappten prima, kein Ordnungsamt schritt ein und das Publikum war begeistert. „Das Jonglieren ist eine guten Möglichkeit, mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Ich erlebe ein sehr positives Feedback und habe auf allen meinen Touren viele nette Menschen getroffen“, schwärmt der Kleinkünstler.

Der erste Jonglierexpress geht auf Reisen

Ein Mann, ein Rad und fertig ist der JonglierExpress

Kleiderbügel, Kehrbesen, Klobürsten und Jonglierteller wurden auffällig auf dem Gepäckträger seines Rades festgezurrt und erst das selbst gebastelte Nummernschild gab Aufschluss über das merkwürdige Gefährt: „Jonglierexpress – Kleinkunst 2003“. Wieder führte ihn seine 13-tägige Rundreise im heißen Jahrhundertsommer des letzten Jahres in den Süden: von Aschaffenburg an Neckar und Donau entlang bis an den Bodensee, weiter in die Schweiz und von Freiburg aus am Rhein zurück. Insgesamt acht Auftritte absolvierte Luigi auf seiner Reise und zu den diversen Jonglier- und Balancenummern gesellten sich auch einige Clownsstücke, die der Jongleur ungeübt zum Besten gab. „Es war von Anfang an mein Ziel, die Auftritte auf meinen Touren mit Improvisationen zu bereichern.“

Der Jubiläumsexpress fährt nach Höllriegelskreuth

Es hing lange in der Schwebe, ob der Jonglierexpress 2004 überhaupt stattfinden würde. „Mein ramponiertes Schultergelenk und das schlechte Wetter konnten sich die Hand reichen“, erinnerte sich Ludwig Nebel. „Nachdem ich wieder einigermaßen gesund war, regnete es fast täglich – keine besonders guten Aussichten für meine geplanten Auftritte.“ Schließlich am 23. August startete Luigi seine dritte Tour in  Richtung Würzburg. Aber nachdem er seine erste Steigung gemeistert hatte, begann es in Strömen zu gießen. „Ich fuhr einfach weiter und wie durch ein Wunder öffnete sich kurz vor Würzburg der Himmel und die Sonne kam heraus“, erzählte der begeisterte Jongleur. „Meinen Auftritt in Würzburg wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Das Publikum war begeistert, ich spielte über zwei Stunden und nach diesem berauschenden Auftritt bot mir eine Mutter an, mich mit den Kindern zu fotografieren, die mein Programm begeistert verfolgt hatten. Ich strahlte wie ein Honigkuchenpferd in die Kamera, obwohl ich nach 83 Kilometer Radtour und 2.5 Stunden Programm fix und fertig war.“

Die nächsten drei Tage waren von ständigen Regengüssen und anstrengenden Steigungen geprägt. Erst am 5. Tag fand der Gaukler eine Möglichkeit zum Auftritt in der Regensburger Altstadt und auch an den folgenden Tagen verzauberte der Jongleur und Clown sein Publikum. Trotz häufiger Regenschauer gab es zwei weitere Auftritte in Rosenheim und Bad Tölz, bevor Ludwig Nebel Kurs auf Höllriegelskreuth nahm.

Ob groß oder klein - Luigi begeistert sein Publikum

Erschöpft aber glücklich: Der radelnde Gaukler

Eine rätselhafte Gestalt erreicht Höllriegelskreuth

Erst auf seiner Fahrt nach Süden war die Idee geboren, das 125-jährige Jubiläum zum Anlass zu nehmen, die Kollegen in Höllriegelskreuth zu besuchen. „Ich wollte meine Ankunft bei Linde Gas gerne mit einem Foto dokumentieren und war auch einem Auftritt gegenüber nicht abgeneigt. Ein bisschen mulmig war mir schon, als ich schließlich an der Pforte stand und in das Mikrofon  sprach: Ich heiße Ludwig Nebel, komme aus Aschaffenburg und möchte meine Kollegen zum Jubiläum besuchen.“ Die Tür öffnete sich und die Damen am Empfang warfen einen erstaunten Blick auf den Mann, der sein mit rätselhaften Requisiten versehenes Fahrrad in die Eingangshalle schob. Einige Anrufe später stand seine ehemalige Aschaffenburger Kollegin Claudia vor ihm und beide freuten sich über das unerwartete Wiedersehen. Sie arbeitet heute in der Werbeabteilung von Linde Gas und ließ es sich nicht nehmen, den ausgehungerten Radfahrer in die Kantine zum Essen einzuladen. Nach einem kurzen Auftritt im Foyer trat der Jonglierexpress seine Heimreise an. Ab Freising ging es mit dem Zug zurück nach Aschaffenburg – nach 1.097 Radkilometern und sieben Auftritten.

Der Jubiläumsexpress 2004 erreicht die Zentrale von Linde GAs in Höllriegelskreuth

Ab Freising bei München ging es per Bahn nach Hause

Nach knapp zwei Wochen zurück am Ausgangspunkt - die Zentrale von Material Handling in Aschaffenburg

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Luigi der Gaukler, das Buch

Das Buch ... näheres über des Gauklers Buch in Kürze.

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